Die Frau in der Steinzeit

Steinzeitmänner gingen auf die Jagd und die Frauen hüteten das heimische Feuer und die Kinder. 

Männer suchen bewegliche Beute, Frauen das Nützliche. 

Am Grill findet der Mann zu seiner ureigensten Rolle als Jäger und Familienversorger zurück.

Angebliche Verhaltensunterschiede zwischen Männern und Frauen sollen ihren Ursprung in der Rollenverteilung in der Steinzeit haben. 

Hat der Mann eines Tages zu seiner Frau gesagt: Ich Jäger, du Sammler?

Hat er dann eins über den Schädel bekommen?

Oder ein freundliches Lächeln und sie hat Speer und Bogen hingelegt und sich den Korb genommen?

Viele Wissenschaftler sind der Meinung die Sesshaftigkeit war die Geburtsstunde der Geschlechterrollen. Stillende Mütter bekamen die Aufgabe den Nachwuchs zu versorgen und wurden zunehmend von der Jagd ausgeschlossen. 

Doch die vorherrschende Meinung, der Mann als Jäger und Familienversorger und die Frau als Sammlerin und Nesthüterin gerät ins Wanken. Neue Untersuchungsmethoden belegen das Gegenteil und bringen Licht in eine Zeit, die wir mit einer Brille von veralteten Vorstellungen und falschen Rollenvorbildern jahrelang betrachtet haben. 

Doch woher stammen unsere Überzeugungen vom Leben der Geschlechter in der Urzeit, von der prähistorischen Rollenteilung, von den fest umrissenen steinzeitlichen Tätigkeitsbereichen?

Wenn es zum einen viel zu wenig Funde über die wirkliche Lebensrealität der Frauen und Männer gibt, wenn die Gleichung Waffe im Grab = Mann und Schmuck im Grab = Frau nicht immer aufgeht und es immer mehr Beweise gibt, dass die starre Rollenaufteilung wie sie bei uns in den Köpfen existiert gar nicht vorhanden war. Außerdem umfasste die Steinzeit einen langen Zeitraum von mehr als 3 Millionen Jahren. In dieser Zeit gab es dramatische Wechsel von Warm- und Kaltphasen. Das sorgte für ein wechselndes Nahrungsangebot und damit einher gehenden unterschiedlichen Aufgaben für die jagenden, sammelnden und fischenden Frauen und Männer. Es ist schwer vorstellbar, dass in dieser Zeit immer alle gleich geblieben sein soll. 

Fakt ist, in der Alt- und Mittelsteinzeit ist eine geschlechtertypische Rollenteilung mehr als fragwürdig. Wann entstand die Rolle der unterwürfigen und abhängigen Frau? In der Jungsteinzeit, mit Beginn des Ackerbaus und der Viehzucht? Oder erst mit den Lehren der christlichen Kirche, die alles was die Frau als gleichberechtigt darstellt verpönte? Oder waren es die Männer aus dem Bürgertum die Angst bekamen vor den Frauen die dank der französischen Revolution immer mehr für ihre Rechte eintraten? 

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