Wie Frau sich kleidet…


Kleidung – Schutz – Statussymbol – Selbstdarstellung – Kunst – Rebellion – Geschlechtererkennung?
Früher – Heute – Morgen?

Kleidung zählt neben Nahrung und Obdach zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Sie diente lange Zeit als Schutz vor Umwelteinflüssen (z.B. Regen oder Kälte). Heute schützt sie uns auch vor sonstigen Gefahren, ist zu einem Kommunikationsmittel geworden und dient der Selbstdarstellung. 

Die Technik des Nähens ist aus der Notwendigkeit sich zu bekleiden heraus entstanden.

Obwohl es viele berühmte männliche Modedesigner und Schneider gibt (Das tapfere Schneiderlein ist nur ein Bespiel), wird eine Nadel in einer frühzeitlichen Grabstätte automatisch einer Frau zugeordnet. Dazu aber in einem anderen Beitrag mehr.

Im Laufe der Evolution verlor der Mensch sein Fell. Dies hatte zum Vorteil die Körpertemperatur besser regulieren zu können. Doch nun waren wir den Witterungsbedingungen schutzlos ausgesetzt. Um sich vor Sonne, Kälte und Regen zu schützen begannen die Menschen sich unbearbeitete Felle um den Körper zu legen. 

Die erste Kleidung bestand aus Tierhäuten, Fellteilen, Baumrinden und Pflanzenfasern und wird auf 35.000 Jahren vor Chr. datiert. Die Erfindung des Nähens vor 30.000 Jahren vor Chr. brachte eine effektive Steigerung der Kleidung. Sie konnte nun geschlossen und dem Körper angepasst werden.

Die ersten Nadeln waren Fischgräten oder Knochenteile. Lederstreifen, Sehnen, Därme oder Bast dienten als Fäden, die durch ein Loch an der Spitze der „Nadel“ gezogen wurden.

Kleidung diente schon zu Frühzeiten als Selbstdarstellung oder Statussymbol. Farben, Formen und Muster wurden als besondere Schmuckelemente eingesetzt und bestimmte Felle und Pelze waren dem erfolgreichen Jäger oder dem Gruppenanführer vorbehalten. 

Mit der Veränderung der Gesellschaft veränderte sich die Mode. In der Antike diente Kleidung immer weniger als Schutz vor der Witterung, sondern war umso mehr ein Ausdruck gesellschaftlicher Stellung geworden. Im Mittelalter forderte die Kirche von den Menschen die Verhüllung ihrer Körper. Lange Ärmel, Hosenbeine, Hemden und Untergewänder waren nun angesagt. 

1851  wurde die erste wirklich funktionsfähige Nähmaschine von der Firma Singer erfunden. Dies revolutionierte wiederum die Kleiderherstellung.

Im Bürgertum des 19. Jahrhundert galt es für die Herren sich in der Mode zurückzuhalten. Grau und Schwarz waren die vorherrschenden Farben bei der Herrenkleidung. Der gesellschaftliche Rang eines Mannes wurde  hauptsächlich durch die Garderobe seiner Frau repräsentiert. Diese hatte prächtig, farbig und ausladend zu sein.

Kleidung…früher wie heute… ist ein Statussymbol. Das ist der Anführer, dieser ein erfolgreicher Geschäftsmann Auch heute erkennt man anhand der Kleidung wer mehr und wer weniger Geld hat.  

Kleidung war und ist ein Ausdruck unseres Selbst. Wir nutzen die Kleidung für unsere Selbstdarstellung. Um uns zu einer Gruppe gehörig zu fühlen, als künstlerischer Ausdruck, als Rebellion gegen Normen, als Ausdruck unseres Glaubens oder unserer Wertvorstellungen.

Anhand der Kleidung wurde früher deutlich ob man Frau oder Mann war. Stimmt heute nicht mehr ganz so. Starre Vorstellungen von Geschlechternormen bei der Kleidung lösen sich auf. Kleidung wird dazu genutzt, um zu zeigen ob man weiblich oder männlich gesehen werden möchte. Aber genauso gut tragen Frauen Männerkleidung ohne ein Mann sein zu wollen. Andersherum natürlich auch. Frauen dürfen Hosen und Männer Rosa tragen. 

Aber dies gilt nicht überall auf der Welt. 

Noch immer gilt in vielen Ländern, 

die Pflicht als Frau sich zu verhüllen,

dass Frauen keine Hosen und Männer keine Kleider tragen dürfen,

eine kurze Hose bei Frauen als aufreizend und Grund für sexuelle Übergriffe,

Quelle: https://inews.groz-beckert.com/de/getPrm/letter/n49_smn_bekleidung_historie/

Foto: Neues Museum Berlin

Ich bin am liebsten in Leggings und Kleidern unterwegs. Knöpfe und Reißverschlüsse sind zwar tolle Erfindungen, aber ich mag die Kombi schick und bequem. 🙂

Was zieht ihr gerne an?

Ich freue mich über Kommentare!