D wie Dialoge

Ich muss gestehen, dass ich zur Zeit keine große Lust verspüre, dicke Ratgeber zu lesen. Ich versuche meinen eigenen Stil finden und mich nicht verunsichern zu lassen. Jetzt wo ich dabei bin, zu überarbeiten, kommen mir Artikel und Beiträge gerade recht. Ich kann sie gleich anwenden, wenn ich es denn möchte und verstehe auch erheblich besser worauf es ankommt. Vor dem Schreiben kam mir alles wie ein riesiger Berg vor und ich stand ganz unten ohne Aussicht auf Erfolg. Nun steht die Geschichte. Sie hat einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende, und ich  bin mit der Überarbeitung einen guten Teil bereits vorangekommen. Ich suche Hilfe wenn es eine knifflige Stelle gibt, die ich nicht alleine schaffe. Dialoge zum Beispiel. Da war ich mir am Anfang auch nicht sicher, habe ich Zuwenig, Zuviele. Wie bekomme ich die unterschiedlichen Sprachstile unter, wie spannend und leserlich schreiben. Zu kurz. Zu lang. Ein Artikel hatte einige Augenöffner für mich. Instinktiv habe ich vieles richtig gemacht und für die Stolperstellen gab es es gleich noch die richtigen Tipps. Es gibt natürlich noch viel mehr zu lesen und zu lernen. Aber bitte nicht verrückt machen. Meine Zusammenfassung für gute Dialoge:

  1. Imitiere keine echten Unterhaltungen (keine Denkpausen, kein Smalltalk, keine Wiederholungen) In Romanen sind (wie die Charaktere immer etwas cooler, schlauer, lethargischer, aktiver, nervöser sind )die Dialoge immer intelligenter und geistreicher als im echten Leben. Also in den Geschichten immer übertreiben. Ob beim Charakter oder im Dialog.
  2. Dialoge haben immer einen Zweck, sie sollen die Geschichte vorantreiben. Nicht füllen. Und es gilt: spät rein, früh raus!“ Also weniger ist mehr. Mein persönlich liebster Tipp. 
  3. Die Einleitung der wörtlichen Rede sollte einfach sein. Lisa sagte,“…, …“,fragte Hans….usw. reicht völlig. Du möchtest noch etwas anderes mitteilen. Dann beschreibe es mit einer Handlung und der Körpersprache und benutzte nicht Worte wie…“,  sagte Tom beleidigt. Stattdessen ist besser. „Das ist nicht wahr, sagte Tom und drehte sich weg. Seine Lippen verzogen sich zu einem schmalen Strich. Dann stand er auf und…
  4. Anhand des Wortschatzes und der Art sollte zu erkennen sein, wer gerade spricht. Eine Oma redet anders wie ihr Enkel. Ein Gott benutzt andere Wörter wie ein Dienstmädchen aus dem Mittelalter. Ihr versteht. Bei einer Gesprächsrunde kann das schon schwieriger werden. Da sollte man Handlungen und Gedanken hinzufügen, die deutlich machen,.l wer gerade spricht. 
  5. Weniger ist mehr gilt auch bei Dialekt, Slang oder technische Sprache
  6. Handlung statt Dialog. Alles was mit einer Handlung verraten werden kann, schreibe auch so. Dialoge sollten nicht als Mittel zum Zweck z.B. der (überflüssigen) Informationsweitergabe benutzt werden. 
  7. Wenn es etwas NICHT passiert, brauchst du es auch nicht zu schreiben. Lasse Stille wirken. (Kein Sie bekam keine Antwort. Er antwortet nicht. Sondern beschreiben was passiert. Geht sie einfach. Bleibt er sitzen und trinkt seinen Kaffee zu Ende.)

Für mehr lies gerne auf https://spannung-zwischen-den-zeilen.de/das-geheimnis-packender-dialoge-2/?unapproved=20&moderation-hash=44bbb15d8118a530269d3c309f5f377d#comment-20

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.