Ein Blick über meine Schulter…

Was mach ich eigentlich zur Zeit?

Ich schreibe – an meiner Geschichte…deren Ende ich bereits kenne. Tschaka. 

Mein letzter Beitrag zu den Frauen aus dem Bürgertum war das Ergebnis meiner Recherche für meine Geschichte von Eva. Denn das System auf der Insel, wo Eva lebt, ist ähnlich dem des 19.Jahrhunderts. 

Trotzdem spielt meine Geschichte nicht in der Vergangenheit. Stattdessen ist sie technisch betrachtet sehr fortschrittlich…Technischer Fortschritt und soziale  Ungerechtigkeit… ein bekanntes Thema im Realen wie im Unrealen. 

Jetzt wird gefeilt, gefüllt, und verbessert. 

Ergänzt. Gelöscht. Umgeschrieben. 

Logikfehler behoben. 

Charaktere auf  Herz und Niere geprüft, ihnen Leben und Tiefe eingehaucht. 

Sie werden herausgefordert und auf die Probe gestellt.

Ich feile an den Einzelheiten und lasse eine Insel entstehen mitsamt allem was sie braucht um zu existieren. 

Arbeiten an vielen Enden.

 Nach jeder Schreibsession…gibt es neue Notizen, neue Fragen neue Aufgaben. 

Wenn ich nicht schreibe, ordne und recherchiere ich. 

Versuche den Überblick zu behalten.

Es ist viel Arbeit.

Arbeit die notwendig ist. Ich arbeite an der Geschichte und lerne aus meinen Fehlern. Damit ich es beim nächsten Buch besser mache. 

Ich hatte 100.000 Wörter, als ich mit der erneuten Überarbeitung begonnen habe. Ich gebe zu, ich musste viel löschen. Zu viele Ideen haben versucht ihren Weg in diese Geschichte zu finden. Ich hebe sie mir auf, für die nächsten Bücher, die ich noch schreiben werde. Denn nach dem Buch ist vor dem nächsten Buch. 

Nebenbei nehme ich gerade an einer Challenge auf Instagram teil. Folgt mir gerne, und lernt mich besser kennen. 

Zum Abschluss ein kleiner Einblick in die Geschichte von Eva…

Das Ende…

Dich wiederzusehen, war alles was ich mir erhofft habe.“ Chamuel steht vor mir. Wie ein Fels in der Brandung. Alles andere verschwindet. Ich fühle wie meine Gefühle toben. Wie mein Verstand zu begreifen versucht. „Und mehr als alles andere, habe ich mir gewünscht dich noch einmal so lachen zu hören, wie bei unser ersten Begegnung.  Mir geschworen, alles dafür zu tun.“ Er nimmt meine Hände in seine. Hält sie fest. Ich schlucke. Ich denke zurück. An dem Sommertag, wo er meinen Bruder zum ersten Mal besucht hat. Ich schüttle de Kopf. Schaue auf meine Füße und dann auf seine Brust. „Als wir uns kennen gelernt haben Chamuel, war ich 8 Jahre alt. Dumm und naiv. Damals verstand ich nicht, wie die Welt funktionierte. Welche Rolle, ich zu spielen hatte. Ich dachte, es würde immer nur mich und Aaron geben. Du und die anderen, ihr wart wie Eindringlinge in unser Reich gewesen. Heute weiß ich es besser.“ Das Gefühl der Scham, so dumm, so blind gewesen zu sein, überrollt mich. Chamuel hebt mit einem Finger mein Kinn hoch. Schaut mich an. „Die Welt wird neu geschrieben, Eva. Du darfst dir deine Rolle jetzt selber aussuchen. Du entscheidest. Was würde dich glücklich machen? Sag es mir?“

Ich bleibe still. Er riecht nach Minze. Wie damals schon. Nicht alles hat sich geändert. Ich habe keine Ahnung, was ich mit meiner neuen Freiheit anfangen soll. Was ich mir wünsche ist klein und wenig beeindruckend, nicht wie die Ziele von Ariel oder Lillit. Aber dieser Wunsch war immer das, was mich aufrecht hielt. Mich am Leben hielt. Mich durchhalten lassen hat. „Über eine Wiese zu laufen. Barfuß. Damit das Gras mich kitzelt. Und ich würde mir wünschen, dass du dabei wärst. Den letzten Satz flüstere ich nur. Ich schaue in seine Augen. Grün wie nasses Gras. Er beugt sich vor. Seine Lippen nähern sich meinen. Ich erstarre. Schließe die Augen. Komme ihm entgegen. Bis sich unsere Lippen treffen

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