F

Früher wurden Frauen verehrt. Sie schenkten  Leben und nährten es. Sie waren unverzichtbar für den Erhalt der Gruppe. Ihre Fähigkeiten sorgten für ein stabiles und enges  Gruppenverhältnis. (Hier kommen unsere weiblichen Attribute zum Tragen – fühlen, vertrauen, annehmen, integrieren, vergeben, geschehen lassen, bewahren…)  

Und heute? Heute sucht die moderne Frau ihre weibliche Rolle jenseits der Leistungsgesellschaft, die auf Erfolg und Ergebnisse ausgerichtet ist. 

Was macht Frau sein aus? Die Frau bringt Leben hervor. Der immer wiederkehrende Kreislauf von Leben, Geburt, Tod und Wiedergeburt wird von ihr initiiert. 

Was macht das mit einer Frau die keine Kinder hat. Wir schenken Leben. Die eine gebärt Leben. Die andere erschafft Leben. Durch ein Zuhause. Durch ihre Arbeit. Durch ihre Kreativität. Denken wir nicht mehr in Schema F. Wo erschaffst du Leben? 

Spirituell betrachtet sind wir Frauen Empfänger. 

(Für alle die sagen Spiritualität ist Blödsinn: Immer mehr Naturwissenschaftler gehen davon aus, dass wir von mehr umgeben sind, als wir sehen hören und fühlen können. Wenn du dich mit diesem Wort aber unwohl fühlst, kannst du gerne auch ein anderes nehmen) 

Zurück zum Thema. Wir Frauen beziehen unsere Energie direkt von Mutter Erde. Wir nehmen sie in uns auf. Während die Männer ihre Kraft von oben (Himmel) erhalten und sie nach außen richten. Wie die Punkte im Ying-Yang Symbol haben wir natürlich auch einen Teil abwärts fließender Energie genauso wie die Männer einen Teil in sich aufnehmende Energie. 

Damit sind wir verbunden mit allem was uns erdet. Wie unserem Körper.
Es gehört zu unserer femininen Art mit unserem Körper zu spielen und uns schön zu machen. 
Sich um jemanden sorgen, versorgen und umsorgen. Auch das gehört zu uns.

Wir streben danach uns anzufüllen: mit Nahrung, Verbundenheit und Geborgenheit, Kontinuität und Sicherheit. Und wir geben diese erdhafte Energie auch an andere weiter. Darauf beruht unser Bedürfnis nach Beziehungen zu anderen Menschen. 

Was macht diese Erkenntnis mit uns Frauen, die sich gerne mit männlichen Attributen vergleichen (machen, schaffen, anpacken, vernünftig sein, kontrollieren)?

Wir leben in einem Zyklus. Der Monat für Monat uns Tage schenkt, in der wir mehr oder weniger schwach sind. Auch das gehört zu uns. Die Tage der Empfängnis und des Gebens. Wir fühlen uns stark, energievoll. Die Tage des Fließen Lassens. Des in sich Ruhens. Hier dürfen wir uns zurücknehmen. In uns gehen. Unser Zyklus lädt uns ein, mit Mutter Erde verbunden zu sein. Unseren Alltag nicht an Leistungsnormen auszurichten, sondern nach unseren eigenen. Es gibt eine Zeit für Entscheidungen und Taten und eine Zeit des Nachdenkens. Nehmen wir diese Zeiten an, erschaffen wir Großartiges abseits der Mainstream-Erwartungen. 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.