Veränderungen

Heute die selbe Textstelle wie in meinem letzten Beitrag…mit den Änderungen die ich vorgenommen habe…und es werden gewiss nicht die letzten sein…Es ist auch nicht mehr das Ende. Aber fast… 🙂

„Dich wiederzusehen, war alles was ich mir erhofft und gewünscht habe.“ Chamuel sitzt vor mir. Ein Fels in der Brandung. Er nimmt meine Hände in seine. Hält sie fest. Alles andere verschwindet. Meine Gefühle toben. Mein Verstand versucht zu begreifen. „Und mehr als alles andere, habe ich mir gewünscht dich noch einmal so lachen zu hören, wie bei unser ersten Begegnung.“ Ich schlucke und schüttle den Kopf. Schaue auf meine Füße und dann auf seine Brust. „Als wir uns kennen gelernt haben Chamuel, war ich 8 Jahre alt. Dumm und naiv. Damals verstand ich nicht, wie die Welt funktionierte. Welche Rolle, ich zu spielen hatte. Ich dachte, es würde immer nur mich und Aaron geben. Du und die anderen, ihr wart wie Eindringlinge in unser Reich gewesen. Heute weiß ich es besser.“ Das Gefühl der Scham, so dumm, so blind gewesen zu sein, überrollt mich. Chamuel hebt mit einem Finger mein Kinn hoch. Schaut mich an. „Die Welt wird neu geschrieben, Eva. Du darfst dir deine Rolle jetzt selber aussuchen. Du entscheidest, was dich glücklich macht.“ Ich bleibe still. Brauche einen Moment. Suche die richtigen Worte. Er riecht nach Minze. Wie damals schon. Nicht alles hat sich geändert. Ich habe keine Ahnung, was ich mit meiner neuen Freiheit anfangen soll. Ich habe keine  Ziele,  wie Ariel oder Lillit. Vor der Dunkelheit hatte ich jedes Wünschen,  jedes Hoffen, mir verboten. Wozu auch. Es gab nur einen Weg für mich. Die Dunkelheit zwang mich zu einer Entscheidung : Aufgeben oder Glauben. Ich entschied mich fürs letztere. Erlaubte mir diesen Gedanken. Diesmal aus ganzem Herzen. Dieser Gedanke hat mich aufrecht gehalten. Mich am Leben gehalten. Mich durchhalten lassen. „Das hier. Antworte ich. Kein Zwang. Keine Heirat. Da blicke ich zu Boden. Doch das ist hier ist eigentlich noch viel schöner. Den letzten Satz flüstere ich. Ich schaue in seine Augen. Grün wie die Hoffnung. Er beugt sich vor. Seine Lippen nähern sich meinen. Ich erstarre. Schließe die Augen. Komme ihm entgegen. Bis sich unsere Lippen treffen. Es ist ein leichter Kuss. Eine sanfte Berührung unserer Lippen. Dann zieht er sich wieder zurück. Setzt sich dichter zu mir. Schulter an Schulter lehnen wir aneinander und schauen zur Sonne. Das finde ich auch, sagt er.

Und ist es bereits besser geworden?

Natürlich habe ich nicht nur an dieser Szene gearbeitet. Ich arbeite mich durch die ganzen 300 Seiten durch, die ich bisher geschrieben habe.

Und es macht sogar Spaß. Ich ertappe mich dabei, mich in meiner eigenen Geschichte zu verlieren. Das ist ein gutes Zeichen, denke ich. Mir gefällt sie schon mal. Eine gute Vorraussetzung.

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